Percy Faith

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Percy Faith (* 7. April 1908 in Toronto, Ontario; † 9. Februar 1976 in Encino, Kalifornien) war ein US-amerikanischer (eingebürgert 1945) Orchesterleiter kanadischer Herkunft.

Faith wurde in Toronto am Konservatorium ausgebildet und studierte dort bei Louis Waizman und Frank Welsman. Nachdem er sich bei einem Brand die Hände schwer verletzt hatte, konnte er nicht mehr Klavier spielen und verlegte sich aufs Arrangieren und Dirigieren. Ab 1931 dirigierte er sein eigenes Orchester und wurde dann der Hauptarrangeur und Dirigent für die Canadian Broadcasting Corporation, für die er von 1938 bis 1940 zahlreiche Livekonzerte im Radio dirigierte. 1940 wechselte Faith in die USA über.

1951 veröffentlichte er zusammen mit Tony Bennett die damals noch nicht erfolgreiche Single Blue Velvet, die sich mit den Jahren zu einem echten Klassiker und einem oft gecoverten Hit entwickelte. Faith war ein Vertreter des Easy-Listenings und hatte drei Nr.1-Hits: Delicado, 1952; Theme from Moulin Rouge, 1953;[1] und Theme from “A Summer Place”,[2] 1959. Letzterer wurde im August 1962 in den USA mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.[3] Auch die Alben Bouquet, Viva und Themes For Young Lovers erhielten Gold.

Faith schrieb auch Filmmusiken, u. a. zu den Filmen Nachtclub-Affären (Love Me or Leave Me, 1955), Tammy Tell Me True (1961, auch verwendet in der Fernsehserie Tammy, das Mädchen vom Hausboot), So bändigt man Eva (I’d Rather Be Rich, 1964), Göttinnen der Liebe (The Love Goddesses, 1964), Der dritte Tag (The Third Day, 1965) und … denn keiner ist ohne Schuld (The Oscar, 1966). Für die Fernsehserie Die Leute von der Shiloh Ranch (The Virginian) schrieb Faith die Titelmusik.

Faith wurde auf dem Hillside Memorial Park Cemetery in Culver City, Kalifornien beerdigt.

  • 1956 – Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Musik für einen Musikfilm für „Nachtclub-Affären“ (Love Me or Leave Me, 1955)
  • 1970 – Grammy in der Kategorie Beste zeitgenössische Gesangsdarbietung eines Chors für Love Theme from 'Romeo and Juliet’
  • Frank Laufenberg: Rock- und Poplexikon. Band 1. Econ Taschenbuch Verlag, Düsseldorf 1998, ISBN 3-612-26206-8, S. 498.

Einzelnachweise

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  1. Zu diesen beiden Titeln vergleiche Whitburn, Joel: Top Pop Records 1940-1955. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research, 1973, S. 21
  2. Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 66
  3. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US